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Älteste Koblenzerin führte ein Leben im Dienst der Mitmenschlichkeit

Caritasverband trauert um Barbara "Betty" Wagemann

Engagiert für Menschen ­ Barbara Wagemann verkörperte den Leitgedanken des Caritasverbandes Koblenz wie kaum eine Andere in unserer Region.
Am 12. Juli, wenige Tage vor ihrem 106. Geburtstag, starb mit Barbara Wagemann nicht nur die älteste Koblenzer Bürgerin, sondern auch eine besondere Persönlichkeit aus den Reihen der ehrenamtlichen Caritasmitarbeiter.
Ihre Kinder- und Jugendzeit verbrachte sie in Münstermaifeld, bevor sie 1918 ans Deutsche Eck zog.
Neben ihrer beruflichen Tätigkeit war sie mehr als 40 Jahre ehrenamtlich für den Caritasverband aktiv, zunächst als Reisebegleiterin bei Kinderkuren, später in der Bahnhofsmission.
Vielen Menschen in Koblenz war sie als "Tante Betty" bekannt. Für ihre Verdienste erhielt sie das Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes sowie den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz. Oft betonte Barbara Wagemann, dass die ehrenamtliche Tätigkeit sie bis ins hohe Alter geistig so fit gehalten habe.

Seit 1997 wohnte sie im Altenheim der Blindenhilfe auf dem St.-Josef-Platz, wo sie sich bis zuletzt sehr für das Leben in der Vorstadt interessierte.
"Frau Wagemann war eine beeindruckende Persönlichkeit, die sich über mehrere Jahrzehnte für die Menschen engagierte, die Hilfe benötigten", so Caritasdirektorin Martina Best-Liesenfeld. "Wir denken gerne an viele interessante Erlebnisse und Begegnungen zurück und danken für ihren vorbildlichen Einsatz."